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Einmal Pop, aber bitte epochal - Woodkid in der Kulturkirche

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Woodkid

Das Sonnenlicht erhellt den Kirchturm, in dessen Bauch heute Abend ein ganz besonderer Franzose auftreten wird: Woodkid, seines Zeichens Begründer des Epic Pop, wie er seinen Stil verblümt beschreibt, gibt sich in der Kölner Kulturkirche die exklusive Ehre: Es soll nämlich sein einziges Deutschlandkonzert für diesen Frühling sein. Im Spannungsfeld zwischen nur einer Veröffentlichung, nämlich der fünf Songs beinhaltenden EP Iron, und dem schon jetzt sehnsüchtig erwarteten Albumeinstand war es an der Zeit, ein Urteil zu fällen. Kann Woodkid, der gefragte Video-Regisseur bekannter Popgrößen wie Lana Del Rey und Katy Perry, selbst auf musikalischem Terrain bestehen?

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Ganz nah dran - Princess Chelsea verzaubert das Studio 672

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                  Princess Chelsea mit Band im Studio 672, Foto: Jan

Es gibt Künstler, die füllen überdimensionale Konzerthallen und sorgen bereits vor offiziellem Einlass für Atemnot in einer endlosen Warteschlange aus Fans. Dicht an dicht drängt sich die schwitzende Menschenmasse an der Kasse vorbei, um endlich den heiligen Saal betreten und um endlich den gottgleichen musikalischen Ergüssen lauschen zu dürfen. Bei Princess Chelsea funktioniert das anders...

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The Walking Dead: A New Day - Episodenschauer mit Tiefgang

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Die Geschichte lehrt: Wenn Film- oder Serienlizenzen für ein Videospiel verwendet werden, ist zumeist Vorsicht geboten. Zu häufig wurde auf ein unterdurchschnittliches Spiel eine prestigeträchtige Lizenz angewendet. Die Enttäuschung bei Fans war entsprechend groß. So begegnete ich der Ankündigung des Adventure zur erfolgreichen Comic und TV – Serie „The Walking Dead“ entsprechend kritisch. 

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Testrekorder: The Jon Cohen Experimental – Siehe, höre und entscheide.

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Gitarren, Schlagzeug, Bass und Synthesizer – das ganze leicht dumpf abgemischt und darüber eine hohe, sanfte Männerstimmte gelegt: Dies ist das neue Projekt des einstigen „The Dears“ Mitglieds Jon Cohen. Der Musiker aus Montreal zeigt mit seinem aktuellen Werk BEHOLD, dass er auch alleine so einiges an musikalischem Potential abrufen kann.

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Auf Achse: Woodkid in Köln

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Der Gamerwelt wird dieser junge Mann, hinter dem sich der Franzose Yoann Lemoine verbirgt, ein Begriff sein: Machte er im Frühjahr 2011 doch mit seiner epochalen Soundwelt mit dem Titelsong „Iron“ zur gleichnamigen EP  im Trailer zu Assassins Creed 3 von sich reden. Abgerundet wurde der Song durch ein Video, in dem Top Model Agyness Deyn zu sehen ist – und brachte es so auf mittlerweile fast 10 Millionen (!) Views. Die Bildgewalt des Videos kommt nicht von ungefähr- ist er doch als Regisseur zahlreicher Musikvideos (Lana Del Rey, Yelle, Moby, Katy Perry) mehr als gefragt.

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Balkan Beat Box: Globale Crossover Sounds

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Balkan Beat Box steht für Dub, Balkanbeats, Klezmer, HipHop, Electronica und Ragga. Auf den ersten Blick eine seltsame Ansammlung und Vermischung von Musikstilen. Beim Näheren hinsehen und hören weiß gerade dieser kreative Mix zu überzeugen, da er offen für viele Einflüsse und künstlerische Freiheiten ist. Die Kreativköpfe hinter Balkan Beat Box sind das New Yorker Trio Tamir Muskat, Ori Kaplan und der Frontmann Tomer Yosef. Gemeinsam entwickelten sie einen sehr eigenen globalisierten Stil, der unverkennbar zu ihrem Markenzeichen geworden ist und die Musikwelt fasziniert. Auf der vom Funkhauseuropa veranstalteten Konzertreihe „Trafico“ präsentierte am 22. April in Köln Balkan Beat Box live ihr neuestes Album „Give“. Wir waren für euch da. 

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Ein zweischneidiges Schwert: Refused-Reunion in Duisburg

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Refused auf den Telekom Street Gigs, Foto: Marc

Die Geschichte über das Sich-Treubleiben: Lange, gar viel zu lange sind die Jungs von Refused in der Versenkung verschwunden. 14 Jahre haben sie die Bühnen dieser Welt nicht mehr bespielt, keine  revolutionären Ansagen gemacht, keine Saite in der berühmten Viererformation gezupft. Doch das sollte sich 2012 ändern. Refused sind (für wie lange auch immer) zurück – das brachte einerseits Freudenstürme, andererseits auch höchst kritische Stimmen. Wie „real“ bleibt sich eine Hardcore-Punkband, die damals vor allem aufgrund des Hypes zum Über-Album THE SHAPE OF PUNK TO COME und den von Medien nicht verstandenen politischen Ziele das Handtuch geworfen hat und nun für horrende Beträge ihr Programm durchzieht?

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Die Pandabären des Electrozirkus‘ - Frittenbude im FZW

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Wenn das Gelände vorm FZW in Dortmund schon gegen 18 Uhr von Bier- und Vodkaflaschen gesäumt ist und die sich hier vorglühenden Teenager, teilweise mit Pandamützen ausstaffiert, in Stimmung trinken, kann das nur eines bedeuten: Frittenbude werden an diesem Abend die Halle zerflexen. Touren sie doch unermüdlich durch die über Jahre immer größer werdenden Hallen und Festivals dieses Landes. Nachdem Egotronic sie seinerzeit im Vorprogramm ihrer eigenen Show erlebten und entdeckt haben, war recht schnell klar, dass es um die drei Geisenhausener nun alles andere als still werden würde.

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Ben Howard: Der mit den „Wölfen“ Folk-Pop an den Küsten dieser Welt tanzt

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Ben Howard hatte einen Traum: Musiker werden. Für diesen Traum schmiss er sein Journalismusstudium. Er hatte nämlich erkannt, dass man ihm die „Sache mit dem Leben als Vollzeitmusiker irgendwie abnehmen würde“. Er sagte sich: „Das Leben kann nur dann spannend bleiben, wenn man auch mal Risiken eingeht“. Er tat das, was ihn glücklich machte - Musik. Und das richtig gut. Ausgestattet mit einer Akustikgitarre begeistert der 23-Jährige englische Folkmusiker dieser Tage die Musikszene.

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Auf Achse: Princess Chelsea

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Mit bürgerlichem Namen heißt sie Chelsea Nikkel, ist Neuseeländerin und eigentlich gar keine echte Prinzessin. Das sie den Adelstitel lediglich als Künstlerin auf der Bühne trägt scheint zwar keine große Überraschung zu sein, lauscht man allerdings ihrem aktuellen Album LIL' GOLDEN BOOK, so erschließt sich schnell eine märchenhafte Welt.

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Release-Ratatouille #5

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ratatouille by yoppi

Release-Ratatouille

Ohne große Umschweife: Wir zeigen, was ihr hört. Oder hören solltet. Natürlich alles eine Frage des Geschmacks, ganz wie ein gutes Ratatouille auch. Viel Gemüse, aber man mag eben nicht alles. Manches dafür liebt man für seinen süßlichen oder herzhaften Geschmack. Wir lassen regelmäßig den Vorhang für Platten fallen, deren Anblick einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Und Lieder sagen mehr als 1000 Bilder.

Diesmal unter anderem mit: Jack White, Hot Water Music, Damon Albarn und Tenacious D

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Testrekorder – Heute mit: Valery Gore und Long Voyage

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Diese Unterkategorie befasst sich mit aktuell erschienenen Veröffentlichungen, die so oft den Musikplayer auf Trab halten, bis man die Songs wiedererkennt, jedoch noch weit davon entfernt ist, sie mitzusingen. Hier werden ungeschönte Urteile über die neuesten Machwerke gefällt, Aufstieg oder Fall einer Band besiegelt. So lasst uns den Testrekorder aufdrehen!

Zäumen wir das Pferd von hinten auf: DIA ist ein kleines, aber (oho!) feines Label aus Leipzig, das erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt hat. Devise der Firma ist die Produktion sogenannter Split EPs, also jener Vinyls, die zwei oder mehr Künstler auf einem Tonträger vereinen. Im Fall DIA sollen es dabei immer zwei Interpreten mit jeweils zwei Tracks sein, die sich trotz möglichem musikalischen Kontrastprogramm zu ergänzen wissen und vielleicht gerade deswegen so gut miteinander harmonieren. Die zusammengeführte Kombination wird jedoch lediglich in digitaler Form angeboten, eine physisch greifbare Variante ist nicht vorgesehen - frei nach dem Motto: „Aus alt mach neu“. So kommen wir nun also zur Premiere in Form eines kanadischen Doppels: Valery Gore und Long Voyage auf „DIA01“.

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Musikmachen mit Mischkonsum – Review: Raven wegen Deutschland

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Von vielen obskuren Persönlichkeiten, gibt es ja mittlerweile Bücher, um die nie jemand gebeten hat. Da wären zum einen die Vertreter des Typus „ Schnell eine Lebensbiographie hinpfeffern, obwohl noch viel zu jung und langweilig dafür“, die „Kochbücherschreiber ohne Fachwissen“ und nicht zuletzt „Die Experimentellen“, zu denen man die von Fäkal- und Sexualfantasien besessene Frau Roche ob ihrer kühlen Berechnung wohl nicht mehr wirklich zählen könnte. Zu letzterem hinzurechnen dürfte man wohl die Schilderungen eines nicht mehr ganz so jungen Ravers mit Namen Thorsten Burkhardt, der vielen sicherlich nur als Torsun der Electroband Egotronic bekannt sein dürfte.

Der rest- und schlaflose Raver schildert in seinem 277-seitigen Doku-Roman,  wie man, immer wieder unter Einfluss von Drogen aller Coleur, unter denkbar schlechten Umständen ein extrem erfolgreiches Electroalbum produziert: Zum einen ist da die Freundin, nun um den Vortitel Ex reicher, die den Südhessen, ausstaffiert mit malträtierender Melancholie, in seinen Gedanken verfolgt, zum anderen der unsanfte Ausstieg des besten Freundes und Bandkumpanen Hoerm. Wie entgeht Protagonist Torsun nun dieser Spirale schlechter Gedanken und Gefühle, die Tag für Tag versucht, ihn ein Stückchen weiter von Albumrelease und Unabhängigkeit von Hatz IV  zu reißen? Die Antwort, ein wenig überraschend: Raven!

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„Dexter“ - Wolf im Schafspelz

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Wenn der Schatten der Nacht seine Flügel ausbreitet und sich über die Straßen Miamis legt, dann ist Obacht geboten und böse Buben sind besser beraten ihre Füße still zu halten. Dexter Morgan (Michael C. Hall), seines Zeichens Blutspurenspezialist des Miami-Metro Police Department und chronischer Wenigschläfer, nimmt das Gesetz nach Feierabend nur allzu gern selbst in die Hand und arbeitet mit einer Erfolgsquote, die ihresgleichen sucht.

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Im Interview mit: Der Tante Renate (1/2)

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Wir begrüßen diesmal den Elektronic-Act Der Tante Renate, der wirklich freiwillig so heißt. Als erfolgreicher  Solokünstler, aber vor allem auch im letzten Jahr mit BRATZE berüchtigt, lassen wir es uns nicht nehmen, auch 50% von BRATZE mit Fragen zu befeuern.

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Take Shelter - Im Auge des Unbehagens

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© Sony Pictures Classics

Spoilerhinweis: Ich bin mir der Gefahr von enormen Spoilern in Filmkritiken bewusst. Ich werde jedoch versuchen, dass meine Kritiken nicht mehr Inhalt vorwegnehmen als es ein Hüllentext auf einer DVD macht.

Curtis lebt kein einfaches, doch ein glückliches Leben. Seine Ehefrau Samantha ist liebevoll und einfühlsam. Beide Eltern kümmern sich um ihre stumme Tochter Hannah und belegen Kurse, um gemeinsam ihre Fähigkeiten in der Gebärdensprache auszuweiten. Curtis arbeitet hart bei einem Bauunternehmen und führt Bohrungen durch, während Samantha auf dem Wochenmarkt selbstgenähte Kissen und andere Textilien verkauft. Das wenige, was der jungen Familie an Geld übrig bleibt, wird für den geplanten Urlaub in einem Strandhaus zurückgelegt. Alles scheint in Ordnung, bevor Curtis‘ Albträume beginnen. Sie sind wiederkehrend, beginnen mit einem aufziehenden Sturm und einen seiner Liebsten, die sich gegen ihn stellen und attackieren. Aus Angst vor einer psychischen Erkrankung sucht sich Curtis Hilfe, doch um auf das schlimmste vorbereitet zu sein, beginnt er den Schutzkeller im Garten auszubauen. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, isoliert sie doch Curtis zunehmend von Familie und Freunden.

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